Ausbildungskosten
Der Vergleich von Pilotenausbildungen zwischen verschiedenen Flugschulen ist oft gar nicht so einfach. Zwar gelten europaweit einheitliche Ausbildungsstandards, dennoch unterscheiden sich die Ausbildungskonzepte deutlich. Manche Anbieter reduzieren einen Teil der praktischen Ausbildung über Simulatoren oder nutzen alternative Luftfahrzeuge wie Motorsegler, um die Gesamtkosten zu optimieren. Das kann je nach persönlichem Ziel sinnvoll sein führt aber dazu, dass Angebote auf den ersten Blick schwer vergleichbar sind.
Im Motorflieger-Club Schwäbisch Hall setzen wir bewusst auf eine konsequent praxisorientierte Ausbildung. Die praktische Schulung erfolgt vollständig über echte Flugzeit im Flugzeug. Aus unserer Erfahrung ist das der beste Weg, um früh Routine aufzubauen, ein sauberes Gefühl fürs Flugzeug zu entwickeln und langfristig sicher und souverän zu fliegen. Gleichzeitig profitieren unsere Flugschüler von günstigen Vereinskonditionen: Wir ermöglichen damit einen fairen, transparenten und trotzdem möglichst kostengünstigen Weg zum Pilotenschein – ohne Abstriche bei der Qualität.
Wie setzen sich die Ausbildungskosten zusammen?
Die Gesamtkosten für den Erwerb einer Pilotenlizenz (PPL(A) oder LAPL(A)) bestehen aus mehreren Bausteinen. Ein Teil davon sind fixe oder externe Kosten, ein anderer Teil hängt von deinem Ausbildungsweg, deiner zeitlichen Verfügbarkeit, dem Wetter, deiner Lernkurve und der Anzahl der tatsächlich benötigten Flugstunden ab.
1) Theorie und Prüfungen
Zur Ausbildung gehört ein Theorielehrgang (häufig über einen externen Anbieter), dazu kommen die behördlichen Prüfungsgebühren sowie Lern- und Lehrmaterialien. Je nachdem, wie du lernst (Online, Präsenz, Mischform), können die Kosten variieren.
2) Sprechfunk (BZF)
Für den Funkverkehr ist in der Regel ein Sprechfunkzeugnis erforderlich, typischerweise das BZF (BZF I oder BZF II – abhängig vom Ausbildungsziel). Dazu gehören Vorbereitung, Prüfung und Gebühren.
3) Medical (fliegerärztliche Tauglichkeit)
Vor der Ausbildung benötigst du ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis (Medical). Das wird von einem zugelassenen Fliegerarzt ausgestellt und verursacht zusätzliche Kosten, die je nach Untersuchungsumfang unterschiedlich ausfallen können.
4) Praktische Ausbildung
Der größte Kostenblock ist die praktische Ausbildung: Flugzeug- und Fluglehrerstunden, Landegebühren sowie ggf. Einweisungen und notwendige Übungsflüge. Hier liegt ein entscheidender Vorteil bei uns:
- Unser Flugstundenpreis inklusive Fluglehrer liegt deutlich unter dem vieler gewerblicher Anbieter.
- Wir rechnen ausschließlich die tatsächliche Flugzeit minutengenau ab –fair, transparent und ohne „Pauschal-Minuten“.
5) Typische Zusatzanschaffungen und Nebenkosten
Neben den offiziellen Ausbildungsbausteinen gibt es einige typische Zusatzkosten, die man bei der Planung realistisch mitdenken sollte:
- Headset (je nach Anspruch und Ausstattung)
- Fliegerkarten / Apps / Navigationstools (optional, aber in der Praxis sehr hilfreich)
- Anfahrten / Organisation (je nach Wohnort und Ausbildungsrhythmus)
Orientierungswerte zu den Gesamtkosten
Auf Basis der vorgeschriebenen Mindeststunden (PPL(A) 45 Flugstunden, LAPL(A) 30 Flugstunden) lagen Erfahrungswerte für eine Komplettausbildung (Stand 2025) ungefähr bei:
- PPL(A): ca. 13.000 bis 15.000 Euro
- LAPL(A): ca. 9.000 bis 12.000 Euro
Diese Werte sind keine verbindlichen Preiszusagen, sondern dienen als realistische Orientierung. Die tatsächlichen Gesamtkosten können variieren insbesondere abhängig von:
- der Dauer der Ausbildung (kompakt oder über längeren Zeitraum),
- dem individuellen Fortschritt
- wetterbedingten Unterbrechungen
- externen Gebühren und Auflagen
- sowie Preisentwicklungen, z. B. beim Treibstoff oder bei behördlichen Gebühren.
Unser Anspruch: transparente, faire Vereins-Ausbildung
Unser Ziel ist eine Ausbildung, die fachlich sauber, praxisnah und finanziell planbar bleibt. Deshalb setzen wir auf echte Flugzeit, eine transparente minutengenaue Abrechnung und Vereinskonditionen, die den Weg zur Lizenz deutlich attraktiver machen als bei vielen rein gewerblichen Modellen.
Wenn du möchtest, besprechen wir im persönlichen Gespräch kurz deine Ziele (LAPL(A) oder PPL(A), späterer Ausbau, Funk, Einsatzbereich) und geben dir eine ehrliche Einschätzung, wie dein sinnvollster Ausbildungsweg bei uns aussehen kann.

